Vom manuellen Rätselraten zur automatisierten Intelligenz bei Sachschadenfällen
In der gesamten Versicherungsbranche hat sich der Fokus von der einfachen Schadenbearbeitung hin zur präzisen Schadenregulierung verlagert. Angesichts steigender sozialer Inflation und anhaltend volatiler Lieferketten stehen die Versicherer unter enormem Druck, sicherzustellen, dass jede Entschädigungszahlung korrekt, fair und nachvollziehbar ist.
Die meisten Versicherer haben ihre Kernsysteme erfolgreich modernisiert, um die Arbeitsabläufe zu bewältigen. Dennoch besteht weiterhin eine erhebliche Lücke im Entscheidungsprozess selbst: die Bewertung des Hausrats.
Das Problem: Die „Subjektivitätsfalle“
Fehler bei Sachschadenmeldungen werden selten durch das Kernsystem verursacht, sondern durch die eingegebenen Daten. Meldet ein Versicherungsnehmer einen komplexen Gegenstand, wie beispielsweise einen drei Jahre alten Gaming-Laptop oder ein nicht mehr erhältliches Smartphone, muss der Sachbearbeiter oft auf externe Lösungen zurückgreifen. Er führt manuelle Internetrecherchen durch, um den gebrauchten Gegenstand dem Schadenfall des Versicherungsnehmers zuzuordnen.
Diese manuelle Reibung birgt drei universelle Risiken:
- Schadenersatzverlust : Die Verwendung aktueller Einzelhandelspreise für Altwaren führt zu systematischer Überzahlung.
- Operativer Widerstand : Der „Drehstuhl“-Prozess verlangsamt die Abwicklungszyklen.
- Inkonsistenz : Fehlende Standardisierung der Daten erschwert die Überprüfung der Ergebnisse.
Die Herausforderung im großen Maßstab: Listen mit großen Verlusten
Diese Reibung ist selbst bei einem einzelnen Schadensfall schmerzhaft. Sie wird jedoch unerträglich, wenn es um zahlreiche große Verluste geht.
Wenn Schadensregulierer mit Listen von wirtschaftlich nicht mehr zu reparierenden Schäden oder umfangreichen Inventarlisten mit bis zu 1.000 Positionen , stößt die manuelle Vorgehensweise an ihre Grenzen. Die zeilenweise Überprüfung dieser Listen stellt einen erheblichen Verwaltungsaufwand dar. Folglich werden diese hochkarätigen Schadensfälle häufig mit groben Schätzungen anstatt mit präzisen Daten reguliert, was zu erheblichen Verlusten führt.
Die Lösung: Intelligente Automatisierung & STP
Um dieses Problem zu lösen, bewegt sich die Branche in Richtung Produktintelligenz – der manuelle Aufwand wird durch strukturierte, detaillierte Datenbankabfragen ersetzt.
ValueChecker bietet diese Funktion sowohl für Einzelartikel als auch für Massenlisten. Die firmeneigene Datenbank der Plattform indexiert Millionen von Elektronikprodukten seit 2003, doch ihr Anwendungsbereich reicht weit über den Technologiesektor hinaus.
Dank umfassender Verbindungen zum Einzelhandel führt ValueChecker Echtzeit-Preisabfragen für nahezu alle gängigen Konsumgüter durch (ausgenommen Nischenprodukte). Dieser hybride Ansatz ermöglicht es Versicherern:
- Geben Sie den genauen Gegenstand an (egal ob es sich um einen 10 Jahre alten Laptop oder eine brandneue Kaffeemaschine handelt).
- Finden Sie in Sekundenschnelle den besten Ersatzartikel und den genauen Ort, wo Sie ihn kaufen können.
- Nahezu STP erreichen : ValueChecker kann Listen mit mehr als 1.000 Elementen automatisch und sofort verarbeiten, wodurch eine Woche Arbeit in Minuten Bearbeitungszeit verwandelt wird.
Umsetzung dieser Strategie in Guidewire ClaimCenter
Für Versicherer, die mit Guidewire ClaimCenter , ist die Implementierung dieser Präzision nahtlos.
Der ValueChecker Beschleuniger für ClaimCenter schließt die Lücke zwischen externen Marktdaten und dem internen Kernsystem durch einen integrierten Workflow. Er stellt sicher, dass ClaimCenter die zentrale Datenquelle bleibt, angereichert mit spezialisierten Produktdaten.
Der integrierte Arbeitsablauf:
- Optimierter Start : Der Sachbearbeiter startet ValueChecker direkt aus der Schadensdatei heraus.
- Flexible Verarbeitung : Ob es sich um einen einzelnen Artikel oder einen Massen-Upload einer Verlustliste mit 500 Artikeln handelt, die Engine identifiziert und bewertet den Bestand sofort.
- Datensynchronisierung : Mit einem einzigen Klick werden die detaillierten Produktspezifikationen, die endgültigen Bewertungen und die Prüfberichte wieder in ClaimCenter importiert.
Die Auswirkungen
Durch die direkte Integration von Produktinformationen in ihr Kernsystem erzielen Versicherer messbare Ergebnisse:
- 20 % Reduzierung der Entschädigungsausgaben: Durch die Vermeidung von Überzahlungen für Elektronikgeräte.
- 40-80% Effizienzsteigerung: Durch die Entlastung des Sachbearbeiters von der Recherchearbeit.
- Skalierbarkeit: Die Fähigkeit, große und komplexe Verluste mit STP-Geschwindigkeit zu bewältigen.
Präzision ist nicht länger optional. Sie ist der neue Standard für ein effizientes Schadenmanagement.

